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"Wendezeiten 1989/90"
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"Wendezeiten 1989/90"

Erinnerungen an die Wiedervereinigung der Genossenschaftsbanken

Als 1989 die DDR erodierte und der Weg frei wurde für die Einheit Deutschlands, mussten die Genossenschaftskassen und Bäuerlichen Handelsgenossenschaften in Ostdeutschland ihr Geschäftsmodell sprichwörtlich „über Nacht“ wieder den Gegebenheiten der Marktwirtschaft anpassen. Knapp ein Vierteljahrhundert danach werden jetzt die Erinnerungen an diese ereignis- und entscheidungsreiche Umbruchzeit aufgearbeitet.

Das Forschungsprojekt „Wendezeiten 1989/90“ möchte im engen Kontakt mit einzelnen Volksbanken und Raiffeisenbanken vor Ort insbesondere Interviews mit Zeitzeugen führen, aber auch noch vorhandene Materialien (Fotos, Unterlagen, Objekte) dokumentieren. Die Gespräche werden aufgezeichnet, verschriftlicht und nach nochmaliger Rücksprache mit dem jeweiligen Zeitzeugen dauerhaft bei der Stiftung GIZ | Genossenschaftshistorisches Informationszentrum archiviert.

Die Quellen zur Entwicklung der vormaligen DDR-Bankgenossenschaften sind bislang noch sehr lückenhaft und zudem durch die Dezentralität des Genossenschaftswesens nur schwer auffindbar. Eine zentrale Aufarbeitung und Dokumentation dieser Quellen ist daher eine lohnende gesellschaftliche Aufgabe – weshalb das bei der Stiftung GIZ und der Arbeitsstelle für Genossenschaftsgeschichte der Universität Hamburg angebundene Projekt „Wendezeiten 1989/90“ durch die DZ BANK-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gefördert wird. Darüber hinaus können Banken, Verbände und Zentralinstitute das gewonnene Material für Veröffentlichungen oder Ausstellungen im Rahmen von Jubiläumsaktivitäten und anderen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen nutzen.

»Noch gut in Erinnerung geblieben sind mir die neuen Angebote. Jetzt gab es ja plötzlich mehr als nur Girokonten und Sparbücher mit dem Einheitszinssatz von 3,25 Prozent. Gerade im Juli/August 1990 rannten uns die Kunden sprichwörtlich die Türen ein wegen Ratenkrediten für ihre neuen Autos. Aber auch Bausparverträge waren stark gefragt, ebenso wie Festgeldanlagen zu den damals hohen Zinssätzen von 7 bis 8 Prozent…«
(Quelle: Eine Mitarbeiterin der heutigen Ostharzer Volksbank eG im Zeitzeugeninterview)
Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Fragen zum Projekt – ganz besonders natürlich, wenn Sie uns mit Ihren persönlichen Erinnerungen unterstützen oder sich mit Ihrer ostdeutschen Genossenschaftsbank an der geschichtlichen Aufarbeitung dieser spannenden Umbruchzeit beteiligen wollen.

Sprechen Sie uns an! Sie erreichen uns bei der Stiftung GIZ • Genossenschaftshistorisches Informationszentrum…

...per Telefon: 030 / 2850-1894
...per Mail: giz@bvr.de
...und im Internet unter: www.giz.bvr.de



Weiterführende Informationen zum Thema

Geschichte: Die Wendezeit wird dokumentiert
 (Artikel zum Start des Projektes in: BankInformation, Nr. 6/2013, S. 72-73)

Bye-bye Planwirtschaft: Die Integration der Banken aus der DDR in die genossenschaftliche FinanzGruppe
 (Artikel in: BankInformation, Nr. 1/2012, S. 33-37)

Zurück zu den Wurzeln: Ostdeutsche Kreditgenossenschaften nach dem Mauerfall (1989/90)
 (Hintergrundartikel auf genossenschaftsgeschichte.info)

Erinnerungen von Bankmitarbeitern: Die Währungsunion 1990 in ostdeutschen Genossenschaftsbanken
 (Eine kleine Auswahl von Zeitzeugen-Aussagen auf genossenschaftsgeschichte.info)
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